An großen Wänden wie an der Spree zeigen sich die Herausforderungen deutlich: Versiegelungen müssen UV-stabil sein, trotzdem Wasserdampf passieren lassen und Reinigungen ermöglichen. Restauratorinnen testen Musterflächen, prüfen, wie Farben auf pH-werte reagieren, und dokumentieren jede Veränderung. Auch Skulpturen brauchen Pflege, vom Entrosten bis zum Ersetzen kleiner Beschläge. Je transparenter solche Arbeiten kommuniziert werden, desto größer das Verständnis. Wer einmal gesehen hat, wie sorgfältig Hände Linien retten, betrachtet jedes Detail später wacher und dankbarer.
Patenschaften, Cleanup-Tage und kleine Spendenläufe helfen, dass Wege sauber, lesbar und freundlich bleiben. Schulen pflegen Beete neben Skulpturen, Vereine putzen Geländer, und Cafés stellen Putzsets bereit, falls Paste-ups bröseln. So wächst Verantwortung, ohne schwer zu wirken. Eine eingerichtete Karte zum Melden von Schäden beschleunigt Reaktionen, während freundliche Hinweise das Bewusstsein schärfen. Am Ende ist es schlicht schön zu wissen: Diese Orte gehören zu uns allen, und mit wenig Aufwand tragen wir sie gemeinsam.